Feierabend

Nach der Arbeit zu müde für alles? So wird dein Feierabend wieder zu deiner Freizeit

Du kommst nach Hause und hast eigentlich noch einiges vor. Lesen, Sport machen, kochen, vielleicht eine Freundin oder einen Freund anrufen. Morgens hattest du noch das Gefühl, dass der Abend dafür genug Zeit bietet.

Jetzt bist du einfach nur müde. Auf nichts davon hast du wirklich Lust. Also sitzt du auf dem Sofa und schaust aufs Handy. Nicht unbedingt, weil du das gerade möchtest, sondern weil selbst die Entscheidung, was du stattdessen machen könntest, anstrengend wirkt.

Vielleicht ist genau das der Punkt: Nach einem langen Arbeitstag fehlt dir nicht immer die Zeit für Freizeit. Manchmal fehlt dir einfach die Energie, dich noch für etwas zu entscheiden.

Wenn selbst Freizeit anstrengend wird

Eigentlich sollte Feierabend genau das Gegenteil von Arbeit sein. Trotzdem kann sich die freie Zeit schnell wie eine weitere Aufgabe anfühlen. Du könntest noch Sport machen. Ein Buch lesen wäre auch schön. Ein Spaziergang würde dir guttun. Und eigentlich wolltest du schon länger wieder mehr Zeit für dein Hobby haben.

Je mehr Möglichkeiten du hast, desto mehr musst du allerdings auch auswählen. Und wenn der Kopf nach einem langen Arbeitstag bereits voll ist, kann selbst diese kleine Entscheidung schwerfallen. Dazu kommt oft das Gefühl, den Abend nicht einfach verstreichen lassen zu wollen. Schließlich hat man schon so wenig freie Zeit. Also sollte man sie doch wenigstens sinnvoll nutzen.

Genau daraus entsteht ein merkwürdiger Kreislauf: Man freut sich auf den Feierabend und setzt sich dann selbst unter Druck, etwas daraus machen zu müssen.

Vielleicht muss dein Feierabend aber gar nichts leisten.

Warum Abschalten nach der Arbeit manchmal schwerfällt

Dass man nach der Arbeit nicht sofort auf Freizeit umschalten kann, ist nicht ungewöhnlich. Stress, ein anstrengender Arbeitstag, zu wenig Schlaf oder fehlende Erholung können dazu beitragen, dass die Energie am Abend fehlt. Auch gedanklich kann die Arbeit noch eine Weile präsent bleiben.

In der Erholungsforschung wird unter anderem die sogenannte psychologische Distanzierung von der Arbeit untersucht. Damit ist gemeint, dass man sich während der Freizeit gedanklich von den Arbeitsaufgaben lösen kann. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Erholung.

Dafür brauchst du allerdings keine komplizierte Abendroutine. Oft hilft schon ein kleiner Übergang zwischen dem Arbeitstag und dem Rest des Abends.

Der 10-Minuten-Feierabend

Genau dafür gibt es bei BlueRime Bay den 10-Minuten-Feierabend.

Nicht als Methode, die deinen Abend optimieren soll, sondern als kleine Orientierung für den Moment, in dem du nach Hause kommst und eigentlich nur noch abschalten möchtest.

1. Schließe den Arbeitstag ab

Bevor du den Laptop zuklappst oder die Arbeit endgültig verlässt, notiere dir eine offene Sache, die sonst wahrscheinlich noch in deinem Kopf bleiben würde.

Zum Beispiel: „Morgen den Entwurf fertigstellen.“

Mehr musst du nicht planen. Es geht nur darum, deinem Kopf nicht gleichzeitig auch noch die Aufgabe zu geben, sich den ganzen Abend an diese Sache zu erinnern.

2. Gib dir einen kurzen Übergang

Du musst nichts Besonderes machen. Wechsel deine Kleidung, dusche, öffne das Fenster, geh kurz nach draußen oder schenk dir etwas zu trinken ein.

Was dir dabei hilft, ist ganz dir überlassen. Der Gedanke dahinter ist einfach: Zwischen „Ich arbeite noch“ und „Ich habe Feierabend“ darf ein kleiner Zwischenraum liegen.

3. Entscheide erst danach

Wenn du merkst, dass du langsam aus dem Arbeitstag herauskommst, frag dich:

Was wäre jetzt angenehm?

Vielleicht möchtest du Musik hören, einen Podcast einschalten, etwas zeichnen, ein Puzzle anfangen, im Garten oder auf dem Balkon sitzen oder jemanden treffen. Vielleicht möchtest du auch einfach eine Serie anschauen.

Und wenn dir nach nichts davon ist, dann ist auch das eine Antwort. Du musst nicht aus jedem Abend etwas Besonderes zaubern.

Was, wenn du einfach nichts machen möchtest?

Dann darfst du dich auch ausruhen.

Das klingt banal, ist aber gar nicht so selbstverständlich. Gerade wenn man wenig freie Zeit hat, entsteht schnell der Gedanke, diese Zeit müsse sich irgendwie lohnen. Dabei kann ein ruhiger Abend genau das sein, was du gerade brauchst. Wenn du nach Hause kommst und etwas essen und auf dem Sofa liegen möchtest, ist das nicht automatisch ein verlorener Abend. Du musst deine Freizeit nicht erst durch ein Hobby, Sport oder irgendeine andere sinnvolle Beschäftigung rechtfertigen.

Der 10-Minuten-Feierabend soll deshalb auch keine neue Regel werden. Wenn du nach diesen wenigen Minuten merkst, dass du heute einfach Ruhe möchtest, dann hast du bereits eine Entscheidung getroffen.

Wenn du jeden Abend erschöpft bist

Ein müder Abend nach einem anstrengenden Arbeitstag ist etwas anderes als eine Erschöpfung, die dich über längere Zeit fast jeden Tag begleitet. Wenn du dauerhaft so erschöpft bist, dass Freizeit, soziale Kontakte oder normale Alltagsaufgaben kaum noch möglich sind, solltest du das nicht einfach als normalen Feierabend abtun. Dann kann es sinnvoll sein, genauer hinzusehen und bei Bedarf professionelle Unterstützung einzubeziehen.

Der 10-Minuten-Feierabend kann einen Übergang erleichtern. Er ist aber keine Lösung für anhaltende Erschöpfung.

Der nächste klare BlueRime-Schritt

Wenn du heute nach der Arbeit wieder keine Lust auf irgendetwas hast, versuch nicht, den perfekten Feierabend zu finden. Schließ die Arbeit ab, notiere eine offene Sache für morgen und gib dir ein paar Minuten, bevor du entscheidest, was du machen möchtest.

Frag dich dann einfach:

Was wäre jetzt angenehm?

Vielleicht hast du sofort eine Antwort. Vielleicht merkst du auch, dass du heute einfach Ruhe brauchst.

Dein Feierabend muss nichts Besonderes werden. Schon die Zeit, die du dir selbst gönnst, macht ihn wertvoll. Er darf einfach Freizeit sein.

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1 Kommentar zu „Nach der Arbeit zu müde für alles? So wird dein Feierabend wieder zu deiner Freizeit“

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